Es könnte kaum schlimmer kommen, denkt sich Clara. Mit dem eigenen Goldschmiedebusiness läuft es leider nicht so wie geplant und Freund Olli hat sie
verlassen. Als man ihr dann auch noch ihre kleine pubertierende Schwester Sophie vor die Nase setzt und Oma Charlotte nach einem Unfall Hilfe braucht,
ist das Chaos perfekt.
Doch jammern hilft nicht. Gemeinsam fahren die Schwestern zur Großmutter an den Bodensee. Denn die Liebe zu Charlotte ist der einzige Punkt, bei dem sie
sich einig sind. Und wenn schon Chaos, dann wenigstens Chaos in einer idyllischen Umgebung. Doch die Idylle wird jäh gestört von dem charmanten
Bootsbauer Justus, der zu allem Übel auch noch für dieses Kribbeln in Claras Bauch sorgt. Oder ist er möglicherweise genau der Richtige, um ihr dabei zu helfen,
endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen?
"Windstärke Liebe" von Jana Lukas ist ein echter Feel-Good-Roman. Ein Sommer am Bodensee, in einem Haus mit eigenem Bootssteg (na gut, der muss mit den beiden Nachbarhäusern geteilt werden), das Glitzern der Sonne auf der sich kräuselnden Wasseroberfläche, dazu eine exzentrische Operndiva als Oma, ein gutaussehender Bootsbauer als Objekt der Begierde und der ruhige Nachbarsjunge Anton, der mit seiner stoischen Art die Prinzessin der Finsternis, so hat Justus Sophie wegen ihres Grufti-Looks getauft, zum Aufblühen bringt. All die schön gezeichneten Einzelheiten dieses Romans lassen einen als Leser wunderbar abtauchen. Ich habe mit Clara mitgelitten, hätte Sophie das ein oder andere Mal gerne geschüttelt und hätte mich gerne mal mit Charlotte an ihren Tisch gesetzt, mit diesem spektakulären Blick über den See, um mir die Geschichten ihres bewegten Lebens anzuhören. Da war es richtig schade, dass Jana Lukas irgendwann zum Ende kam.
Ich habe dieses Buch selbst gekauft und der Artikel spiegelt meine eigene Meinung wider, die von niemandem beeinflusst wurde.