Fast jeder in Bickford hat die junge Frau schon einmal gesehen, die seit einiger Zeit ganz allein mit ihrem Hund am Rande der beschaulichen Kleinstadt lebt. Aber kaum jemand hat je ein Wort mit ihr gewechselt. Denn Abigail Lowery meidet den Kontakt zu anderen Menschen wie der Teufel das Weihwasser. Doch dann begegnet sie Brooks Gleason, dem Polizeichef des Ortes, der sich nicht so leicht abschütteln lässt. Immer wieder sucht er den Kontakt zu Abigail und lässt sich weder von ihrem Abwehrversuchen, noch von der Tatsache, dass ihr Haus einem Hochsicherheitstrakt ähnelt, abschrecken. Abigail würde gerne, aber traut sie sich auch, diesem freundlichen Mann zu vertrauen? Wenn er herausfindet, wer sie wirklich ist und was sie erlebt hat, sind ihrer beider Leben in Gefahr.
Ich hatte Nora Roberts bislang, aus welchen Gründen auch immer, gar nicht auf dem Schirm. Das wird sich nach der Lektüre von „Die letzte Zeugin“ definitiv ändern. Sie hat mit Abigail eine Heldin geschaffen, die wunderbar vielschichtig ist. Hochintelligent und scheinbar furchtlos, dabei trotzdem sehr sensibel und verletzlich. Und Nora Roberts versteht es wirklich Spannung aufzubauen. Ich bin förmlich durch die etwas über 500 Seiten geflogen, weil ich unbedingt wissen wollte, ob die Sache für Abigail gut ausgeht. Okay, die romantische Seite in mir wollte natürlich auch wissen, ob es Chief Gleason gelingt, ihr Herz zu knacken.
Ich habe dieses Buch selbst gekauft und der Artikel spiegelt meine eigene Meinung wider, die von niemandem beeinflusst wurde.